2015   kulturSOMMER Garmisch-Partenkirchen

Carlo Goldoni: Die Wirtin (Mirandolina) (DE), (Marquis von Forlimpopoli), Regie: Georg Büttel

In Goldonis Klassiker aus dem 18. Jahrhundert spielt Henry Arnold einen verarmten Adligen, der sich geschickt bemüht, den Glanz vergangener Tage aufrecht zu erhalten und - wie alle Männer der Komödie - um die Gunst der Wirtin wirbt.


 

2013/15  ERNST-DEUTSCH-THEATER HAMBURG

 





Arthur Miller: Scherben (DE), (Philip Gellburg), Regie: Yves Jansen

In dem selten gespielten Spätwerk von Arthur Miller spielt Henry Arnold den jüdischen Bankmanager Philip Gellburg aus New York.

"Auslöser der Krise sind die verheerenden Nachrichten aus Deutschland. Als Sylvia von den Demütigungen der Juden durch die Nazis erfährt, erinnern sie und ihr Ehemann Phillip (ausdrucksstark: Henry Arnold) sich an ihre eigenen wechselseitigen Verletzungen, Ängste und Minderwertigkeitsgefühle."
(Brigitte Scholz, Hamburger Morgenpost)

"Henry Arnold has created a great irrational and contradictory character that is troubled by mood swings which reveal his crackling self consciousness. It is really striking that this kind of behaviour can lead to so much psychological trouble."
tba journal

"Henry Arnold gibt einen zunächst sehr kontrollierten überangepassten Banker, der alles im Griff zu haben glaubt. Seine vermeintliche Sicherheit entgleitet ihm zunehmend und er steht fassungs- und haltlos vor den Trümmern seines Lebens."
hamburgtheater

2009       ERNST-DEUTSCH-THEATER HAMBURG

 



Ron Harwood: Kollaboration (DE), (Stefan Zweig), Regie: Yves Jansen

Nach längerer Pause folgte Arnold im Frühjahr 2009 einer Einladung des Ernst-Deutsch-Theaters Hamburg: Im Zentrum des neuesten Stücks von Oscarpreisträger Ronald Harwood steht die intensive, jedoch einmalige Zusammenarbeit von Stefan Zweig (Arnold) und Richard Strauß (Wolf Aniol), die durch die 'Machtergreifung' Adolf Hitlers ihr rasches Ende fand.

"Wolf Aniol und Henry Arnold brillieren als Künstlerfreunde in der deutschsprachigen Erstaufführung"
(Hamburger Abendblatt)

"In diesem sich zuspitzenden moralisch-zwischenmenschlichen Konflikt brillieren die beiden Hauptdarsteller: Ein bewegendes, sehr sehenswertes Schauspiel."
(Hamburger Morgenpost)

 

2004       HORVÁTH-TAGE MURNAU

  Horváth: Ein Fräulein wird verkauft -UA-, (Fredy), Regie Georg Büttel

  Murnau ehrt Ödön von Horvárth mit der späten Uraufführung des nachgelassenen Fragments.

Augsburger Allgemeine :
"Die Hauptfigur (Katja Lechtaler) hat all ihre Hoffnung verloren.
Nach dem Selbstmordversuch ist es dieser schutzlosen Person egal, in welches Unheil sie der skrupellose Fredy (Henry Arnold) treibt. Dieser sieht nur das Geld, mit dem sie ihm als Prostituierte angenehme Tage bescheren wird."

1994-01  FESTSPIELE SCHWÄBISCH-HALL

               2001 - Shakespeare - ROMEO UND JULIA

  Regie Achim Plato
Mercutio (lead)

               1999 - Victor Hugo - DER GLÖCKNER VON NOTE DAME

  (Quasimodo), Regie Achim Plato,

Im Jahr 1999 übernahm er die Titelrolle im Glöckner von Nôtre-Dame

Mainpost Würzburg: "Und Henry Arnold, der diese Rolle neu übernommen hat, ist ein Quasimodo, der - obwohl überwiegend stumm agierend - die gesamte Szenerie beherrscht, in gebückter Haltung und mit affenartigen Bewegungen..."
Murrhardter Zeitung: "Henry Arnold war ein großer Glöckner, dessen Spiel tief berührte..."
Haller Tagblatt: "Der arme und unansehnliche Quasimodo (Henry Arnold) mußte sich auf der Treppe erneut dem Vergleich mit Anthony Quinn unterziehen, und schnitt dabei gut ab.."

               1998 und 1999 - Robert Schneider: DRECK (Sad), Monologstück

               1998 - Lessing - NATHAN DER WEISE

  Regie Friedo Solter
Tempelherr

               1996 - Shaffer - MOZART

  Regie Regie Kurt Sternik

1996 spielte Arnold den Mozart in Shaffers Amadeus

Gießener Anzeiger : "Henry Arnold verkörperte das ewige Kind, den Komponisten Amadeus Mozart, in herrlich kindischer, geckenhafter Art. Vulgär und provozierend produzierte er sich mittels stark ausgeprägtem Titanismus. Auch die Wandlung hin zu Mozarts physischem sowie psychischem Ende gelang ihm auf wunderbare Weise...

  Mannheimer Morgen: "Dabei kann man sich für das Wolferl keinen besseren Interpreten denken als Henry Arnold. Mit Lausbubencharme, eleganter Körpersprache, kichernd, hopsend, fassungslos staunend läßt er auf anrührende Weise in dem "obszönen Bengel" die reine Unschuld aufleuchten."

Tagblatt Luxemburg: "...belegt Henry Arnold mit beeindruckender Mobilität und Sensibilität das in kindlicher Begeisterungsfähigkeit und abruptem Nonkonformismus aufsprudelnde Genie Mozarts. Mit tänzelnder Leichtigkeit wechselt Arnold von euphorischen Gefühlsausbrüchen des jungen Amadeus in depressive Gemütshaltungen des reiferen Mozart."

               1994 - Anouilh - BECKET ODER DIE EHRE GOTTES

  Regie Achim Plato
(König Heinrich)

Arnolds erste Rolle in Schwäbisch-Hall: König Heinrich in Anouilh’s Becket oder die Ehre Gottes, sein Partner (Becket) war Gerd Silberbauer.

Susanne Ulrici, Stuttgarter Nachrichten: "Achim Plato hat Anouilhs Stück so inszeniert, dass es sich vor dem idealen Schauplatz vor St. Michael bildhaft entfaltet... Henry Arnold, einst Hauptdarsteller in Edgar Reitz' "Zweiter Heimat" beeindruckt als tempramentstrotzender, innerlich zerrissener Heinrich.")

1997       SCHAUSPIELHAUS ZÜRICH

  Suter: Tanz auf dem Vulkan -UA-,( Kuliak), Regie Jasmine Hoch

1993-94  STAATLICHE SCHAUSPIELBÜHNEN BERLIN

  Shakespeare: Sommernachtstraum, (Demetrius), Regie Hans Neuenfels

  In der letzten großen Inszenierung vor der Schließung spielte Arnold den Demetrius, die Helena war Sophie Rois. In den weiteren Hauptrollen: Bernhard Minetti (Puck), Elisabeth Trissenaar (Titania) und Peter Fitz (Oberon). Neuenfels’ schwarze Version der Shakespeare-Komödie fand weite Anerkennung

1989       FREIE VOLKSBÜHNE BERLIN

  Schiller: Die Braut von Messina, Regie Ruth Berghaus


Eigene Produktionen:

1996 - 2000       FAMILIENFEIER

  Volksbühne Berlin Grüner Salon, Hacke'sches Hoftheater, unterhaus Mainz, Dortmund, Bochum, Hannover, Bozen u.v.a.

 





Anlass zur Familienfeier ist Tauberichs 80. Geburtstag, der sich vor 30 Jahren hat einfrieren lassen und nun wieder aufgetaut werden soll. Die Angehörigen versammeln sich - und es tauchen nicht geladene Gäste auf. Eine Groteske um Heuchelei und Böswilligkeiten in einer nicht ganz alltäglichen Familie.

TIP: "Bestens zur Unterhaltung geeignet für alle, die nicht viel von Familienzusammenkünften halten.."

BZ: "Mit wohligem Schauer sehen die Besucher des Grünen Salons in der Volksbühne zu, wie die Vorbereitungen für Opa Tauberichs 80. Geburtstag in schöner Zwietracht voranschreiten. Da trifft die feingeistige, aber den hochprozentigen Getränken zugeneigte Tante aus Amerika zu ihrem Entsetzen auf den trotz Leibesfülle zierlich pirouettierenden Vetter aus Sachsen..."

Mainzer Rhein-Zeitung: "Diese ganzen Figuren sind aber im Grunde alles arme Würstchen... Ein holländischer Spaßmacher, eine saufende Diva, ein sächselnder Opernsänger, ein antriebsschwacher Enkel oder die verrückte Schönheitsberaterin: alle haben sie irgendwann einen Sprung in der Schüssel. Gut für die Darsteller: Henry Arnold kann beweisen, dass er ein riesiger Schauspieler ist; Karl-Heinz Helmschrot glänzt als Clown."

1990 - 1994       ALLES IN ORDNUNG

  scheinbar-Varieté Berlin, BKA-Zelt Berlin, unterhaus Mainz u.a.

 



"Die Hausordnung ist stabil, der Anstrich ist konstant und die Feuerlöscher sind fest installiert." Zwei Musiker irren durch ein Haus. Werden sie finden, was sie suchen? Oder werden sie lernen, was sie lernen sollen? Die Verwirrung jedenfalls nimmt zu.

"Erstaunlicher noch muten die chamäleonhaften Verwandlungen der beiden Schauspieler an. In weiße Winterunterwäsche gekleidet lassen sie ein ganzes Heer schräger Charaktere, eine Odyssee von kafkaesken Dimensionen aus dem Nichts erstehen."
  Die taz: "Mit ungeheurer Geschwindigkeit jagt das Spiel, die Rollen wechseln nahezu im Fluge, und das Verrückte ist: es funktioniert. ... Helmschrot und Arnold haben sich das Stück gemeinsam erarbeitet, es ist eine Meisterleistung."

Christian Schröder im Tagesspiegel (1994): "Das Stück handelt von der Suche. Der Suche nach einem Zimmer und der Suche nach dem Sein. Je tiefer die Suchenden ins Bürokraten-Labyrinth vorstoßen, desto auswegloser wird ihre Lage. .. Ein absoluter Höhepunkt im aktuellen Berliner Off-Theaterschaffen."