2014      Henry Arnold, SPIEL DES LEBENS, Stadttheater Gießen

 



Inszenierung: Henry Arnold
Bühne und Kostüme: Thomas Döll
Arrangements: Severin Geissler
mit: Marie-Louise Gutteck, Roland Furch, Severin Geissler, Jan Hoffmann, Martin Ludwig, Sebastian Songin

In meinem vierten Stück lasse ich die vier Schmachtigallen von zwei Schauspielern in freier Assoziation durch sieben Spiel-Stationen führen.

„Man musste schon höllisch gut aufpassen, um (die) teils verfremdeten Zitate einzuordnen, die Henry Arnold mit Anspielungen und Witz in ungewohnte Zusammenhänge gebracht hat.“
Giessener Allgemeine

„Autor Arnold nahm von den Besten, was am besten passte, und siehe, es passt fabelhaft.“
Wetzlaer Neue Zeitung

„Die Macher hatten alles auf eine Karte gesetzt – fröhlich und mutig experimentiert – und damit einen Volltreffer gelandet: Das Premierenpublikum dankte es mit lang anhaltendem Applaus und Standing Ovations.“
Giessener Anzeiger

             Ferdinand Bruckner, KRANKHEIT DER JUGEND, ACUD theater Berlin

 





Inszenierung und Raum: Henry Arnold
Kostüme: Pia Zielke
mit: Corinne Thalmann, Daria Gabriel, Tobias Fischer, Ariane Bergner, Ben Koppatz, Claudia Kandefer

Aus dem Pressetext:
"alle suchen: wer bin ich, was ist das leben, gibt es einen sinn, wie funktionieren vernunft, bewusstsein erkenntnis. was ist gesellschaft, wie spüre ich mich. sie suchen die extreme, sie verletzen sich. liebe sex schmerz tod – sie machen vor nichts halt. es stellt sich heraus, dass Bruckners fragen nichts von ihrer radikalität verloren haben"

„Ferdinand Bruckners Stück aus der Zeit der Weimarer Republik porträtiert die Sinnsuche junger Menschen, denen Orientierung und Ziele fehlen, was sie durch Extreme ausgleichen: Drogen, Demütigung, Selbstmordgedanken. Regisseur Henry Arnold gelingt ein Sittenbild, das Schnittmengen mit der heutigen Jugend aufweist."
tip Berlin

2012      Henry Arnold, REISE INS GLÜCK, Stadttheater Giessen

 



Inszenierung: Henry Arnold
Bühne und Kostüme: Thomas Döll
Arrangements: Severin Geissler

mit: Roland Furch, Severin Geissler, Jan Hoffmann, Martin Ludwig

aus dem Pressetext:
"...Die Wellen schlagen hoch und die Gipfel werden gestürmt. Dass diese Reise, die erneut Henry Arnold für das Gesangsquartett entwickelt und geschrieben hat, nicht ganz ohne Turbulenzen verläuft, dürfte kaum überraschen.
Und so ganz nebenbei wird die große Fahrt für die Vier zu einer unterhaltsamen Begegnung mit sich selbst."

„Mit der Reise-Revue knüpft Arnold an den Erzählfaden von »Mann-O-Money« an … Neben treffsicherer Parodie, Slapstick und humorgesättigtem Männertalk hat die Inszenierung auch ihre nachdenklichen Momente.“
Giessener Allgemeine

„Das neue Stück, bei dem Autor Henry Arnold auch Regie führte, handelt von einer satirisch-unterhaltsamen Reise rund um die Welt … Bei der Premiere wurde (es) vom Publikum mit Jubelrufen und stehenden Ovationen gefeiert.“
Giessener Anzeiger

2010       Franz Lehár, DIE LUSTIGE WITWE, Stadttheater Giessen

  Musikalische Leitung: Herbert Gietzen
Inszenierung: Henry Arnold
Bühne: Lukas Noll
Kostüme: Gabriele Kortmann

mit: Gesa Hoppe, Thomas de Vries/ Matthias Ludwig, Carla Maffioletti / Odilia Vandercruysse, Alexander Herzog / Andreas Scheidegger, Stephan Bootz u. a.



  Regisseur Henry Arnold hatte im Vorfeld eine große Party angekündigt, und tatsächlich herrscht in diesen zweieinhalb Stunden ausgelassene Feierstimmung… (Giessener Anzeiger)

 



  Die leichte Gangart lag dem Ensemble, einige Sänger ließen schauspielerisches Talent aufblitzen, das sie sonst kaum zeigen dürfen. Regisseur Henry Arnold kürzte das Original-Libretto, veränderte es aber inhaltlich nicht…
Die pontevedrinische Gesandtschaft insgesamt entpuppt sich optisch und manierlich als Zigeunertruppe, gesell-
schaftliche Außenseiter allenthalben, denen die dekadenten Franzosen mit ihren barock anmutenden Samtgewändern mit Schulterspitzen und kleinen Widderhörnchen als Frisurenschick in nichts nachstehen. (Gießener-Allgemeine)

               Henry Arnold, MANN - O - MONEY, Stadttheater Giessen

  Inszenierung: Henry Arnold
Bühne und Kostüme: Thomas Döll
Arrangements: Severin Geissler

mit: Roland Furch, Severin Geissler, Jan Hoffmann, Martin Ludwig


  "Von schwarzen Kassen und schwarzen Schafen – Unvergessleiche Premiere: 'Schmachtigallen' begeben sich mit dem musikalischen Krimi auf die Jagd nach Reichtum.
… Verantwortlich für Buch und Regie ist Henry Arnold, der nach dem Erfolg von Väter wieder einen einzigartigen Theaterabend, diesmal mit hochaktuellem Thema, entwarf."
(Giessener Anzeiger)


 

In seinem zweiten Stück für die "Schmachtigallen" nimmt Henry Arnold die Finanzkrise zum Anlass, sich mit dem Traum vom großen Geld auseinander zu setzen:
Irgendwas ist schief gelaufen. Und so treffen sie aufeinander: Vier, die es ebenfalls erwischt hat, jeden auf seine Weise. Gemeinsam entwickeln sie einen genialen Plan, um die große Krise zu überlisten – und schon läuft alles scheinbar wie geschmiert. Jedoch:

  "Die Schmachtigallen erklingen melancholisch jammernd, …als die Träume platzen. Das Spiel ist aus, "the winner takes it all". Das Finale endet in allgemeinem Jubel und aufbrausendem Beifall – "O Kohle mio".
(Giessener Allgemeine)


2009       Alexander Zemlinsky, DER KÖNIG KANDAULES, Pfalztheater Kaiserslautern

  Musikalische Leitung: Uwe Sandner
Inszenierung: Henry Arnold
Bühne: Thomas Dörfler
Kostüme: Kathrin Hauer
mit: Douglas Nasrawi, Valérie Suty, Thomas de Vries u. a.



  "Henry Arnold erzählt die Geschichte stringent, plausibel, klar, handwerklich sauber, sorgfältig in der Personenführung...
Es wird viel mit - im doppelten Sinne - Projektion gearbeitet in Kaiserslautern, in einer eigenwilligen, bisweilen an frühe Bunuel-Filme erinnernden Ästhetik."
Dieter Lintz, Opernwelt (03/09)

"Der Grund für des Königs fortwährender Suche nach Bestätigung wird einem fehlgeleiteten Lebensentwurf zugeschrieben. Die Rache (der Königin) wird für Kandaules zum Liebestod. Die Inszenierung von Henry Arnold besticht durch ein gut durchdachtes und überzeugend umgesetztes Konzept. Schon zu Beginn ereignet sich der Mord, wodurch die Handlung als Rückblende des sterbenden Königs aufgerollt wird."
K.-F. Schulter, Opernglas (03/09)


  "Regisseur Henry Arnold kommt vom Film. (…) Kein Wunder also, dass Henry Arnold in seiner packenden und gut durchdachten Kaiserslauterer Inszenierung viel mit Filmsequenzen arbeitet. Er projiziert die Szenen, etwa einen verzweifelt umher irrenden König, auf einen gigantischen Gesichtsschleier aus Stoff an der Bühnenrückseite. Ein beeindruckender Opernabend in Kaiserslautern..."
Jochen Hubmacher, SWR 2.

  "…Henry Arnolds Inszenierung (erzählt) mit Respekt und ohne große Mätzchen jenen sagenhaften alten Stoff. Die Beziehungen sind verwickelt. Selbst am Schluss, als Gyges den Kandaules umbringt, sind die Hauptfiguren eng umschlungen, wie in einem Ringkampf um die Zuneigung des jeweils anderen. Sie lieben sich, sie töten sich." Hans-Günter Fischer, Mannheimer Morgen

2008       Henry Arnold, VÄTER, Stadttheater Gießen

  VÄTER,
ein musikalischer Abend mit den Schmachtigallen von Henry Arnold


Inszenierung: Henry Arnold
Bühne und Kostüme: Lukas Noll
Arrangements: Severin Geissler
mit: Roland Furch, Severin Geissler,
Jan Hoffmann, Martin Ludwig und den "Swingphonics"

  Pressestimmen:

"Der eine sucht mit der Taschenlampe das Lieblingskettchen seiner Tochter Merle, der andere kommt genervt vom Elternabend, der Dritte joggt sich seinen Frust von Zuhause aus dem Leibe, und ein Vierter hält es kaum noch aus, weil seine Frau in den Wehen liegt. Sie alle treffen sich des Abends zufällig im Park. Henry Arnold lässt seine "Väter" auf einer Parkbank philosophieren… Und wenn sie über ihr T-Shirt das glitzernde Entertainer-Sakko streifen, dann ist Showtime angesagt." Marion Schwarzmann, Giessener Allgemeine


 

  "Frenetischer Schlussapplaus feierte nach der Premiere das Quartett, die Band und das Regieteam. Das Stück (Buch und Regie: Henry Arnold) geht über die Reihung von Musiknummern hinaus, die Handlung hat einen roten Faden. Die Lieder spinnen die Handlung fort und vertiefen sie. Die Dialoge flott, die Pointen saßen, die Gesten stimmten."
Tanja Löchel, Wetzlarer Neue Zeitung


               Igor Strawinsky, DIE GESCHICHTE VOM SOLDATEN,Stadttheater Gießen

 

Musikalische Leitung: Herbert Gietzen
Inszenierung: Henry Arnold
Ausstattung: Kathrin Hauer

mit Philipp Sebastian, Roman Kurtz, Isaak Dentler u.a.

  Pressestimmen:
"Als beeindruckendes Gesamtkunstwerk entfaltet die für eine schlichte Bretterbühne geschriebene "Geschichte vom Soldaten" ihre ganze Ausdruckskraft. Mit sicherem Gespür lässt Gastregisseur Henry Arnold gesprochenes Wort, Musik, Film, Pantomime und Computeranimation in einen Theaterabend von klarer Schönheit und Eindringlichkeit zusammenfließen."
Gießener Anzeiger

"Gastregisseur Henry Arnold nutzt die Vielschichtigkeit der Vorlage aus, indem er das Divergierende als Chance sieht, die Reibungen erkennt und Filmeinspielungen hinzufügt."
Gießener Allgemeine




  "Arnold gelingt es, in diesem minimalisctischen Raum aussagekräftige und Staunen machende Personenbilder zu kreieren."
Wetzlarer Neue Zeitung

2006       Bedrich Smetana, DIE VERKAUFTE BRAUT, Stadttheater Gießen

 

Musikalische Leitung: Carlos Spierer
Inszenierung: Henry Arnold
Bühne: Matthias Möbius
Kostüme: Gabriele Kortmann

mit: Gesa Hoppe, Guido Hackhausen, Klaus Wallprecht, David Fankhauser, Sebastian Geyer, Chris Ritter u. a.

  Pressestimmen:

"Von Beifall umrauscht feierte Bedrich Smetanas Meisterwerk jetzt in einer Stadttheater-Inszenierung Premiere, die sich optisch unkonventionell gibt...
Daneben gelingen dem Regisseur Henry Arnold noch etliche zusätzliche ernste, das Nachdenken weckende Akzente."
Giessener Anzeiger


  "Wenn die Menschen zu sich kommen in dieser neoliberalen, den ökonomischen Erfolg über alles andere erhebenden Gesellschaft von heute ...
dann bleibt der Regisseur Henry Arnold ganz nah am Original, entwirft gemeinsam mit den Darstellern anrührend ergreifende Seelenporträts."
Oberhessische Presse

 

"Schuldscheine müssen bei vorgehaltener Pistole unterschrieben werden, die störrische Tochter Marie wird mit einem neuen Kleidungsstück gekauft...
Schnittstelle sind zwei Technokraten, die mit Managermappe den Heiratsvermittler begleiten. ... Szenischer Glanzpunkt ist der Auftritt der Zirkustruppe, die als Skater und Rapper die Szene aufmischt."
Wetzlarer Neue Zeitung

  "Es ist eine rundum schöne Inszenierung, die dem Publikum viele Freiheiten lässt."
Hessischer Rundfunk, Mikado

2005       Tennessee Williams, ENDSTATION. SEHNSUCHT., Kunsthaus Tacheles Berlin

  Produktion & Regie: Henry Arnold
Bühne und Kostüme: Kathrin Hauer

mit Elisabeth Degen, Oliver Bootz (2006), Gernot Schmidt (2005), Ellen Schiess, Robert Hummel, Light'ning Spark u. a


  Im März 2005 hat Henry Arnold im Tacheles seine Produktion des Dramas von Tennessee Williams realisiert, eine Wiedraufnahme fand im April 2006 statt.
Ziel war eine Umsetzung, die mit dem Material frei und assoziativ umgeht und trotzdem die im Stück erzählte Geschichte darstellt. Im Vordergrund steht dabei nicht das historische soziale Umfeld (die USA der späten 40er Jahre) sondern die Psychologie der Figuren, ihre Sehnsüchte und ihre existenziellen Erschütterungen, ausgelöst durch den jeweils anderen. Trauer Verlust, Alter, Tod.
Gespiegelt wird das immanente Geschehen durch eine Gruppe von sieben Musikern, die begleitend, beobachtend und teilnehmend permanent anwesend sind. Wahrnehmung: Imaginäres wird manifest (also szenisch), Realität (also Szene) verschwimmt, wird undeutlich (auch sprachlich). Gedanken, Ängste evozieren Bilder, antizipieren Szenen(momente). Innenwelt wird sichtbar - gespielt, und auch filmisch.


 

Pressestimmen:

"Regisseur Henry Arnold verlegt… den Akzent auf den Kampf der Lebensentwürfe... Respektvoll bringt er Williams' Stückvorlage dazu, sich der Gegenwart zu zeigen... und erlaubt ihr leise zu sein."

(Berliner Morgenpost)

"Seine sensible Handschrift zeichnet das Bild einer nie angekommenen Gesellschaft, Geborgenheit suchend und niemals findend."

(berlinbase.net)

               Umberto Eco, DER NAME DER ROSE, Schlossfestspiele Regensburg

  mit W. Baasner, N. Benda, R. Dietrich, R. Lampe, P. Weiß, F. Westner, D. Clamer u. a.

  In einer überarbeiteten Version inszenierte Arnold im Sommer 2005 erneut seine Bühnenfassung des großen Romans von Umberto Eco.

Pressestimmen:

"... So erlebten die rund zweieinhalbtausend Besucher bei der Premiere eine echte Sternstunde des Sprechtheaters. Die Schlossfassade ... bietet eine Naturkulisse ersten Ranges. Und diese versteht Regisseur Henry Arnold beeindruckend zu nutzen."
(Donaupost)

"... ein intellektueller Schlagabtausch, ein geschliffener philosophisch-theologischer Diskurs um religiösen Fanatismus contra Aufklärung. Regisseur Arnold setzt auf die Kraft der Worte..."
(Mittelbayerische Zeitung)

 

               Jacques Offenbach, HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN Staatsoper Stettin

  Regie: Henry Arnold
Ausstattung: Ella Späte

mit D. Walker, S. Geb, B. Kandler, R. Schneider, M di Sapia, A. Wozniak u. a.


 

In seiner Interpretation geht Arnold aus vom Gedanken der Kunstreflexion: Es geht ihm um das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft, und um den Stellenwert des Künstlers und seinen Wunsch nach Autonomie und grenzenloser Freiheit. Die Verzweiflung Hoffmanns und die Flucht in die Trunkenheit sind Ergebnis einer grundsätzlichen Sinnkrise. Die Frauen, denen Hoffmann in seinen Traumwelten begegnet - und die er emphatisch liebt - sind allesamt Künstlerinnen, Sängerinnen. Sie sind Frauen, aber zugleich - oder vielleicht vor allem - repräsentieren sie ein jeweils unterschiedliches "Kunst - Schicksal".

  "Die Inszenierung besticht durch eine in sich logische Regie und durch eine überzeugende Ensembleleistung auf hohem Niveau."
(Holsteinischer Courier)

"Regisseur H. A. siedelte die Figuren zwischen lebensvoller Wirklichkeitsnähe und traumhaft surrealer Gestik und Mimik an."
(Münchner Merkur)

"In einer einfühlsamen Inszenierung zeichneten die Polen ein detailliertes Bild aus dem Inneren der Künstlerseele...."
(Rhein-Main-Presse)

               Eric-Emmanuel Schmitt, KLEINE EHEVERBRECHEN Stadttheater Gießen

 

Regie: Henry Arnold
Bühne und Kostüme: Friedrich Eggert

mit Stefanie Knauer, Roman Kurtz
  Pressestimmen:

"In seiner Inszenierung des Zwei-Personen-Stücks spürt man den geübten, gleichwohl auch behutsamen Zugriff, der darin besteht, die Darsteller an der Leine zu nehmen, ihnen aber gleichzeitig genügend schöpferische Freiheiten zu geben, um das Gezeigte frei atmen zu lassen."
(Giessener Anzeiger)

"Von der ersten bis zur letzten der insgesamt neunzig Minuten ein packender Psychokrimi, der unter die Haut geht"
(Giessener Allgemeine)

"Das pausenlos und atemlos gespielte Stück lebt vom intensiven Spiel der Akteure, die Arnold geschickt geführt hat."
(Wetzlarer Neue Zeitung)

2003       Umberto Eco, DER NAME DER ROSE, Festspiele Schwäbisch-Hall

 

Inszenierung: Henry Arnold
Ausstattung: Ella Späte

mit: Otto Beckmann, Rolf Dietrich, Friedhelm Ptok, Julia Straube u. a.
  Pressestimmen:
Henry Arnolds nachdenkliche und tiefgründige Treppen-Inszenierung des populären Klosterthrillers wurde mit starkem Beifall und Bravorufen bedacht. Arnold hat die erzählte Lebensgeschichte des Benediktinernovizen in direkte Handlung umgesetzt..., die dichte Atmosphäre entsteht durch eine sehr gute Ensembleleistung. Christa Glück, Kölner Stadtanzeiger


 

Klosterkrimi vor Kirchenkulisse. Ein paar hohe Stehpulte, Essensvorräte, eine Glocke, zweiGrabsteine: das ist das sparsame Bühnenbild. In diesem Rahmen setzt Henry Arnold, einerseits die Möglichkeiten dieser einmaligen Bühne gekonnt nutzend, andererseits der Wirkung der Geschichte voll vertrauend, ein spannendes, knapp zweieinhalbstündiges Spiel in Szene.
Dieter Schnabel, Gießener Allgemeine


  Am Schluss steht alles in Frage. Sogar die Existenz Gottes... Es ist aber allemal ein großes Wagnis, das Arnold mit seinem Team eingegangen ist. Man hätte die Detektiv-Geschichte herausgreifen können... Doch dieser Handlungsstrang war für Eco nur ein Vehikel für etwas ganz anderes: eine Geschichte von Macht, Politik, Theologie, Wissenschaftstheorie... Wie im Buch ist das Stück dort am stärksten, wo die Philosophie des mittelalterlichen Christentums frontal mit dem Geist der Aufklärung zusammenprallt.
Holger Ströbel, Haller Tagblatt

... Erschöpft sich der philosophisch-theologische Diskurs, nimmt Arnold in den kriminalistischen Momenten gehörig Fahrt auf. Hier erweist er sich als einfallsreicher Herr der Stufen vor St. Michael.
Uwe Grosser, Heilbronner Stimme

2002       Friedrich Schiller, DER PARASIT, Festspiele Schwäbisch-Hall

  Inszenierung: Henry Arnold
Ausstattung: Ella Späte

mit Carsten Klemm, Alexander Hetterle, Peer Göring, Monika Hildebrandt u. a.


  Pressestimmen:
Henry Arnold inszenierte das Stück um den schmarotzenden Angestellten Selicour streckenweise als geschwinde und burleske Comedy. Übermütige Ideen purzeln in dieser Inszenierung herum und verschaffen dem Publikum ein frisches Vergnügen.
Ulrike Marski, Haller Tageblatt

Tierisches Personal ist im Haller Globe Theater zugange. Henry Arnold hat in seiner Inszenierung auf eine moderne Einkleidung verzichtet. So kommt die französische Eleganz der Vorlage ohne Brechung zum Tragen.
Sonja Jaser, Heilbronner Stimme

               Albert Lortzing, ZAR UND ZIMMERMANN Staatstheater Darmstadt

  Musikalische Leitung: Franz Brochhagen
Inszenierung: Henry Arnold
Ausstattung: Reinhard von der Thannen


  Aus der Vorankündigung

Zar und Zimmermann, bis vor kurzem eine der meistgespielten Opern in Deutschland, ist für Arnold Anlass, sich mit der Kunstform Oper generell auseinanderzusetzen.
"Nichts von dem, was in der Oper geschieht, ist selbstverständlich. Die Oper ist grundsätzlich fremd und fern. Also machen wir gar nicht erst den Versuch, das Geschehen der Oper zu behaupten. Wir zitieren es. Wir betrachten es - behutsam und liebevoll - von außen."
Die beiden Pole der Handlung ... gewinnen ihre Schärfe erst durch den Dritten im Bunde, den Zuschauer.

  Pressestimmen:

"Die Komische Oper kennt immer das Problem der Inszenierung. Wird das komische Element übertrieben, dann wird es schnell Unsinn; kommt zu viel intellektueller Ernst ins Spiel ... führt auch das schnell in eine Sackgasse. Die Darmstädter Lösung bietet hier einen schönen Mittelweg an. (...) Entscheidend ist, wie Regisseur Henry Arnold die Handlung aufbricht. Die Einführung des Herrn Zeisig, der kommentierend Richtung Bühne und Richtung Publikum tätig ist, und der beiden Gehilfen ist ein ausgezeichneter Dreh. Als ironischer Kommentator unterläuft und ironisiert er die gängigen Zuschauererwartungen ("Wann kommt endlich der Holzschuhtanz"), sein Auftritt nach dem Finale des ersten Aktes unterläuft gar die traditionelle Dramaturie des bejubelten Aktschlusses. Gewagt, aber ausgezeichnet. Die Inszenierung bietet mithin allen FreundInnen der Komischen Oper, aber auch allen, die von ihr mehr als eine Reihung komischer Szenen erwarten, genug hochwertige Unterhaltung und Diskussionsstoff." Michael Neuner, Hessischer Rundfunk

"Lortzings komische Oper "Zar und Zimmermann" von 1837 ist gelinde gesagt eine Herausforderung... Da sind auf der einen Seite die musikalischen Perlen..., da ist auf der anderen Seite eine dürftige Handlung, die an Harmlosigkeit jedes mittelmäßige Musical überrifft. Irgendein Bezug zur Wirklichkeit, zur Wirklichkeit des Jahres 2002, läßt sich da beim besten Willen nicht herstellen. In Darmstadt will Henry Arnold mehr. Er hat eine neue Dialogfassung erstellt, gibt nun einem Zuschauer namens Zeisig Gelegeheit, alle Skrupel, die der Regisseur vielleicht selbst wegen des Stückes hat, mit biedermeierschem Humor zu artikulieren... Zu rühmen ist die opulent - skurrile Ausstattung von Bühnenbildner Reinhard von der Thannen ebenso wie die klassischen Ballette, besonders jener pas de deux, bei dem sich zwei Biedermeierjünglinge über den vielzitierten Holzschuhtanz im klassisch-russischen Stil lustig machen."
Werner Vogler, SWR 2

Christiane Franke konstatiert im Main Echo
"Arnold entschied sich für eine eher ironisch distanzierte Haltung", und resümmiert:
"Alles in allem gesehen hatten Regie und Musik nach dem ersten Akt dan doch zusammengefunden, hatte die Scheu vor dieser unpolitischen, melodieseligen und allzu naiven Spieloper Arnold zu manchem Höhenflug inspiriert."

Klaus Trapp hingegen titelt im Darmstädter Echo:
"Warten auf den Hozschuhtanz", und beklagt: "Kein Zimmerman weit und breit." Und weiter: "Insgesamt hat man den Eindruck, dass der Regisseur der Tragkraft von Albert Lortzings Musik misstraut. Immer wieder konterkariert er Klänge und melodische Linien durch szenische Aktionen ... - Angst vor Sentimentalität?"

Vernichtend der Maintal - Tagesanzeiger:
"Spieloper nicht ernst genommen: künstlerisch Schiffbruch erlitten" überschreibt Lars-Erik Gerth seine Kritik, und nennt die Ursachen: "Wer vor der Premiere genau die Lebensläufe von Regisseur Henry Arnold und Reinhard von der Thannen studiert hatte, konnte sich schon denken, was da auf ihn zukommen würde. Beide kommen aus dem Dunstkreis von Hans Neuenfels... Da verwundert es natürlich kaum, dass auch Lortzings "Zar und Zimmermann" in gänzlich anderer Form daher kam, als gewohnt."

Auch Gerhard Rohde leugnet in der Opernwelt (Juni 2002) die Problematik der Vorlage ("...der scharfe Blick auf die Menschen und ihre Unzulänglichkeiten findet sich überall in Lortzings Opernschaffen. Man muss nur genau hinschauen, die Texte lesen...") und sieht folglich in Herrn Zeisig "eine permanente Beschädigung von Lortzings Virtuosität als Szenenkonstrukteur". Insgesamt urteilt er über den "Darmstädter Zar und Zimmermann" als "von Henry Arnold gemäßigt temperiert inszeniert."

2001       Terrence McNally, MEISTERKLASSE/MASTERCLASS,
               Festspiele Schwäbisch-Hall

  Ralf Snurawa, Rundschau: "Mit dieser Inszenierung sind die diesjährigen Freilichtspiele mit Sicherheit um ein ‚Highlight‘ reicher geworden. Christiane Pauli gelang das von Regisseur Henry Arnold - als begleitender Pianist auch im Stück präsent - gewünschte Verschwimmen von Realität und Fiktion. Das Hervorholen der ins Existentielle und Emotionale reichenden Regungen, die für darstellende Sängerinnen und Sänger zum Wesentlichen ihres Berufes gehören, ließen sich in der Art, wie Christiane Pauli die Callas war, unbedingt nachvollziehen."

Dieter Schnabel, Fränkische Nachrichten, u.a. : "...Denn Christiane Pauli ist nicht Maria Callas, weder in der Erscheinung noch im Gehabe. Diese Maria der Christiane Pauli ist eine unsympathische, rechthaberische, ebenso egozentrische wie exzentrische, zuweilen hysterische Künstlerin..."

2000       LULU/TOSCA/MARLENE, ein Musiktheater blauer saal, Zürich

  Zum Stück: Lulu. Tosca. Marlene erzählt mit Musik von Berberian, Boito, Hollaender, Schubert und anderen eine Geschichte über Frauenbilder und (männliches) Wahrnehemen, über das Spiel mit Rollen und den Rollentausch.

Susanne Kübler, Züricher Tagesanzeiger: "Die Konzeption des Stücks stammt von der Sängerin (Simona Ryser) und dem Regisseur Henry Arnold, der auch als "Regisseur" auftritt...
Viel Musik, viele Texte, viele Bilder haben die beiden in diese 70 Minuten gepackt. Eine runde, fleischfarbene, multifunktionale Umkleidekabine steht mitten im Raum, die ständig wechselnden Folien auf drei Hellraumprojektoren zeigen Duden-Ausschnitte, das Bild vom Tod eines Stierkämpfers oder weibliche Accessoires. Da wir auf allen Ebenen überblendet und gespiegelt, gebrochen und kontrastiert...

Christian Berzins, Aarauer Nachrichten: "In einem collageartigen Bilderbogen durchwandert eine Frau Stationen ihres Gefühlslebens bzw. Stationen, in die sie ein Mann, ein Regisseur, versetzen will. Drei Musiker begleiten im Hintergrund diskret, die aber teilweise auch aktiv ins flatterhafte Geschehen, das nie ganz Handlung, aber auch nie ganz haltlos wird, eingreifen. Eine schöne Nachtwandlung an der Hand Lulus - oder Toscas, Marlenes, vielleicht Lucias..."

               Arthur Schnitzler, LEUTNANT GUSTL Bauturmtheater Köln

  H.A. zur Inszenierung: "Leutnant Gustl ist ein Prosatext... Arthur Schnitzler nimmt uns mit auf seine Reise durch die Innenwelt dieses Menschen, der eine Erschütterung erfährt und der zu der Überzeugung gelangt, er müsse sich umbringen...

Auf der Bühne ist alles anders. Da steht ein Mensch. Gedanken werden Laute. Ein Schauspieler ver-körpert den Aberwitz, den wir Denken nennen. Die Innenwelt entäußert sich.

Wir müssen sie zurückerobern, die Innenwelt. Den Gedanken zu neuem Flug verhelfen. Leutnant Gustl - ein Traumspiel.

Renate Bach, Kölner Stadtanzeiger: "Die Bühne von Anja Fromm mutet an wie ein Sezierraum, und im Theater im Bauturm wird tatsächlich das Skalpell an des jungen Mannes Seele gelegt. Henry Arnold inszeniert diesen inneren Monolog recht kühl und zurückhaltend, als solle hier ein Exempel statuiert werden."

Thomas Linden, Kölner Nachrichten: "Die Inszenierung sucht nach Bildern für die innere Enge und die paranoide Dynamik der Figur. Eindrucksvoll wird das Dilemma dieser labilen Psyche immer dann, wenn Schweigen eintritt."

1999       Lutz Hübner, DAS HERZ EINES BOXERS, Festspiele Schwäbisch-Hall

 

Sonja Jaser, Schwäbische Post: "Wieder einmal sind im Theaterkeller eine stimmige Inszenierung und herausragende schauspielerische Leistungen gelungen..."
  Bettina Hoffmann, Haller Tageblatt: "Intensives Spiel vor karger Kulisse. Ausgezeichnete Inszenierung/ Mitreißendes Kammerspiel mit Klaus Ziller und Sebastian Wirnitzer.
Keine opulente Kulisse lenkt ab, der Raum ist karg, die Grenzen eng. Die Schauspieler wirken allein durch ihre Persönlichkeit und Ausstrahlung. (Sie) verliehen ihren beiden Figuren soviel Lebendigkeit und Würde, dass das Publikum immer wieder Szenenapplaus spendete..."

1996       René-D. Dubois, BEI CLAUDE/BEING AT HOME WITH CLAUDE (DE)
               Theaterdock Berlin